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		<title>Brandschutz Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://www.brandschutz-wiki.de/index.php?title=Brandschutzklassen</id>
		<title>Brandschutzklassen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.brandschutz-wiki.de/index.php?title=Brandschutzklassen"/>
				<updated>2017-10-21T15:23:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;194.25.82.244: ausgebaut&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Feuerwiderstandsklassen''' (zum Teil auch als '''Brandschutzklassen''' bezeichnet) wurden bisher nach [[DIN 4102]] in [[Baustoffklasse]]n klassifiziert. Hierbei geht es um die bauliche wie technische Möglichkeit, das [[Brandverhalten]] von Materialien zu bestimmen und zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[DIN EN 13501-1]] Europäische Klassifizierung (ohne Bodenbeläge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[EN 13773]] Klassifizierung von Textilien - Gardinen und Vorhängen-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einteilung der Bauteile==&lt;br /&gt;
*Feuerwiderstandsklasse '''[[F0]]'''   : Das Bauteil erfüllt im [[Brandfall]] keine oder weniger als 30 Minuten seine Funktion &lt;br /&gt;
*Feuerwiderstandsklasse '''F30'''  : Das Bauteil erfüllt im Brandfall mindestens 30 Minuten seine Funktion. Bauaufsichtliche Benennung: [[feuerhemmend]], Kurzbezeichnung [[F30]] &lt;br /&gt;
*Feuerwiderstandsklasse '''F60'''  : Das Bauteil erfüllt im Brandfall mindestens 60 Minuten seine Funktion. Bauaufsichtliche Benennung: [[hochfeuerhemmend]], Kurzbezeichnung [[F60]] &lt;br /&gt;
*Feuerwiderstandsklasse '''F90'''  : Das Bauteil erfüllt im Brandfall mindestens 90 Minuten seine Funktion. Bauaufsichtliche Benennung: [[feuerbeständig]], Kurzbezeichnung [[F90]] &lt;br /&gt;
*Feuerwiderstandsklasse '''F120''' : Das Bauteil erfüllt im Brandfall mindestens 120 Minuten seine Funktion. Bauaufsichtliche Benennung: [[hochfeuerbeständig]], Kurzbezeichnung [[F120]] &lt;br /&gt;
*Feuerwiderstandsklasse '''F180''' : Das Bauteil erfüllt im Brandfall mindestens 180 Minuten seine Funktion. Bauaufsichtliche Benennung: [[höchstfeuerbeständig]], Kurzbezeichnung [[F180]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Kennbuchstaben==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*F: Wände, Decken, Gebäudestützen-und unterzüge, Treppen und [[Brandschutzverglasung]]; Schutz vor [[Hitzestrahlung]] auf der brandabgewandten Seite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*T: Faktor der Beanspruchung (Zeit), ehemals Spezifizierung für Türen und Klappen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*G: Brandschutzverglasung oder [[Fensterelement]]. Jedoch kein [[Strahlungsschutz]] auf der brandabgewandten Seite. Ein Wattebausch (siehe DIN 4102) wird entzündet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*L: Lüftungskanal und Lüftungsleitungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*E: Wasserinstallationskanal oder Installationsleitungen mit zugelassenem Normtragsystem z. B. Wasserleitung auf schlauchpritsche ([[Brandbeanspruchung]] von Außen nach Innen, mit zwingendem [[Funktionserhalt]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*I: Elektroinstallationskanal für Installationsleitungen (Brandbeanspruchung von Innen nach Außen, kein zwingender Funktionserhalt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*K: Absperrvorrichtungen in [[Lüftungsleitung]]en &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*R: [[Rohrabschottung]], [[Rohrdurchführung]]en &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*S: [[Schott]], [[Kabelbrandschott]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*W: Nichttragende Außenwände &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anhängen der [[Brennbarkeitsklasse]] kann ein Baustoff weiter spezifiziert werden. So bezeichnet zum Beispiel die Klasse [[F30-B]] einen Baustoff der Feuerwiderstandsklasse [[F30]], der aus brennbaren Stoffen hergestellt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DIN 4102 wird durch die europäischen Normen [[DIN EN 13501]] als [[DIN EN 13501-1]], [[DIN EN 13501-2]], [[DIN EN 1634-1]] abgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnungstrennwände müssen zum Beispiel in der Regel [[F90]] erfüllen, Türen in diesen Wänden [[T50]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>194.25.82.244</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.brandschutz-wiki.de/index.php?title=MLAR</id>
		<title>MLAR</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.brandschutz-wiki.de/index.php?title=MLAR"/>
				<updated>2017-10-21T13:54:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;194.25.82.244: ausgebaut&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Begrifflichkeiten==&lt;br /&gt;
Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR) oder auch Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Leitungsanlagen genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Geltungsbereich===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Richtlinie gilt:&lt;br /&gt;
*  für Leitungsanlagen in notwendigen Treppenhäusern&lt;br /&gt;
*  für die Führung von Leitungen durch Decken und Wände&lt;br /&gt;
*  für den Funktionserhalt im Brandfall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leitungsanlagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...sind Anlagen aus Leitungen, insbesondere aus elektr. Leitungen oder Rohrleitungen, sowie aus den zugehörigen Armaturen, Hausanschlusseinrichtungen, Messeinrichtungen, Steuer-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen, Netzgeräten, Verteilern und Dämmstoffen für die Leitungen. Zu den Leitungen gehören deren Befestigungen und Beschichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[M-LüAR]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''MLAR''' gilt nicht für Lüftungs- und Warmluftheizungsanlagen. Für Lüftungsanlagen ist die Musterrichtlinie über die brandschutztechnischen Anforderungen an [[Lüftungsanlage]]n (M-LüAR) zu beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abstützung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den üblichen Verlegearten mit geprüften Tragesystemen zählen&lt;br /&gt;
* Kabelleitern&lt;br /&gt;
* Kabelrinnen&lt;br /&gt;
* Einzelschellen&lt;br /&gt;
* Sammelschellen&lt;br /&gt;
* Weitspannkabelbahnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wirksame Abstützung muss bei der vertikalen Verlegung alle 3,5 m vorgenommen werden, da die [[E30]] bzw. [[E90]] Kabel bei Brandeinwirkung ihre mechanische Festigkeit verlieren und durch die Schellen rutschen. Das gesamte Gewicht des Kabels hängt damit am obersten Aufleger des Steigepunktes und durch die hohe punktförmige Belastung kann es zu Kurzschlüssen oder Unterbrechungen kommen.&lt;br /&gt;
In geräumigen Installationsschächten, lässt sich die Abstützung durch eine mäanderförmige Verlegung oder in Geschossübergängen durch Brandschottung realisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erleichterung der LAR für Alarmierungs- und Brandmeldeleitungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ringbusleitungen=== &lt;br /&gt;
Ringbusleitungen stellen hier die sicherere Alternative dar. Die Störfestigkeit durch die Entwicklung von Ringbusleitungen konnte erheblich verbessert werden. Sollte die Ringbusleitung an irgendeiner Stelle kurzgeschlossen oder unterbrochen werden, erfolgt eine automatische Abschaltung des Leitungsabschnittes. Die noch funktionierenden Bereiche arbeiten dann ohne weitere Einschränkungen im Stich weiter. &lt;br /&gt;
Trennelemente müssen an jedem Busteilnehmer angeordnet werden wenn bei baurechtlich geforderten Anlagen auf den Funktionserhalt verzichtet wird. Bei den „freiwillig“ installierten Anlagen nach [[VDE 0833-2]] müssen die Trennelemente so platziert werden, dass bei Unterbrechung oder Kurzschluss die maximal zulässigen 10 [[Handfeuermelder]] oder 32 automatischen ausfallen können. Die Trennelemente sind immer an den Brandabschnittsübergängen zu platzieren, da ein Meldebereich diese nicht überschreiten darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Größe von Brandabschnitten und Gestaltung „virtueller“ Brandabschnitte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als  Brandabschnitt wird der Teil eines Gebäudes bezeichnet, der gegenüber anderen Gebäudeteilen oder anderen Gebäuden durch Brandschutzkonstruktionen wie z.B. &lt;br /&gt;
* Brandwände mit Brandschutztüren &lt;br /&gt;
* oder feuerbeständige Geschossdecken (ggf. mit feuerbeständig geschützten Öffnungen)&lt;br /&gt;
begrenzt ist, um eine Brandübertragung für eine definierte Zeit sicher zu verhindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein „virtueller“ Brandabschnitt muss für Überwachungs- und Alarmierungsflächen geschaffen werden, welche die max. zulässige Grundfläche von 1.600 m2 überschreiten. Hier handelt es sich dann meist um Hallen, welche in Teilbereiche der maximal zulässigen Größe aufgeteilt werden. Weitere gängige Begriffe für den „virtuellen“ Brandabschnitt, sind „Elektrobrandabschnitt“ oder „Versorgungsabschnitt“.&lt;br /&gt;
Die Leitungen der [[Sprachalarmzentrale]] bzw. der [[Brandmelderzentrale]], werden bis in den virtuellen Brandabschnitt in E30 verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Energieversorgung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Energieversorgung nicht unbedingt über Brandmelderzentrale zu erfolgen hat, kann es sinnvoll sein mehrere akkugepufferte Energieversorgungen zu installieren. Die Überbrückungszeit von 4, 30 oder 72 Stunden ist analog zur dazugehörigen [[BMZ]] zu beachten. Auf die Verlegung der Leitungen in Funktionserhalt kann verzichtet werden, wenn sich die Warntongeber und Energieversorgungen im gleichen Brandabschnitt befinden. Diese abgesetzten Energieversorgungen, müssen dann brandschutztechnisch in [[F30]] eingehaust werden, wenn mehrere Brandabschnitte oder Geschosse versorgt werden. Die brandabschnittsübergreifende Leitungsverlegung hat in [[E30]] zu erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multifunktionaler Primärbus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine deutliche Reduzierung des Verkabelungsaufwandes wird durch die seit einigen Jahren angebotenen Alarmierungseinrichtungen erzielt, welche einen multifunktionalen Primärbus beinhalten. Dieser bietet neben den Verkabelungsvorteilen noch die Möglichkeit, zusätzliche Warntongeber auch nachträglich, ohne großen Aufwand, zu installieren. Mit der konsequenten, brandschutztechnisch getrennten Verlegung der Hin- und Rückleitung, wird der Forderung des Funktionserhaltes Rechnung getragen. Sollte es zu einem Kurzschluss oder einer Unterbrechung kommen, so müssen alle Alarmgeber im Stich weiter betrieben werden. Die Anzahl der anzuschließenden Geräte und die Länge der Busleitung schränken sich durch die übertragene, elektrische Leistung deutlich ein. Diese ist deutlich größer als bei reinen Meldeleitungen. Angaben über die maximal zu betreibenden Geräte und die Leitungslänge erhält man vom jeweiligen Hersteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Raumersatzlösungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachalarm- und Brandmelderzentralen, werden im Sinne der (M)LAR als „Verteiler“ gesehen und unterliegen auch der Forderung des Funktionserhaltes. Brandmelderzentralen, deren „einzige“ Aufgabe das Erkennen und Melden eines Brandes ist können auch ungeschützt aufgestellt werden sofern diese in einem eigenen, überwachten Raum platziert werden. Hier geht man davon aus, dass eine Erkennung und Meldung vor der Zerstörung der Anlage kommt. &lt;br /&gt;
Brandmelderzentralen mit Steuer und/oder Alarmierungsaufgaben und Sprachalarmzentralen müssen für 30 min. geschützt werden.&lt;br /&gt;
Bei der zu verwendenden Einhausung ist darauf zu achten, dass neben dem Schutzziel auch die Forderrungen (beispielsweise vom Hersteller vorgegebene Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchte, etc.)  der jeweiligen Hersteller Rechnung getragen wird.&lt;br /&gt;
Eine Alternative zur Einhausung besteht in dem „Bau“ eines eigenen Raumes für die Zentralenaufstellung. Dieser muss den Forderungen des Funktionserhaltes entsprechen. Sollte dieser Raum nicht unmittelbar im Brandfall für die Feuerwehr zugänglich sein, so sind die Feuerwehr-Peripherie Geräte für die Erstinformation (FBF und FAT) sowie die Feuerwehr-Laufkarten separat am Hauptzugang für die Feuerwehr zu installieren.&lt;br /&gt;
Der für diesen Zweck errichtete bzw. zur Verfügung gestellte Raum darf nicht für andere Zwecke genutzt werden. Die Frage ob neben der BMZ auch die SAZ oder Anlagen wie z.B. Videoüberwachung oder EMA-Zentralen installiert werden dürfen, müssen im Einzelfall geprüft werden. &lt;br /&gt;
Einer gemeinsamen Nutzung kann in den meisten Fällen zugestimmt werden, da die Gefahr die von den einzelnen Zentralen ausgeht als eher gering betrachtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verhinderung der Brandübertragung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiteres Hauptaugenmerk der (M)LAR ist die Übertragung von Rauch und Wärme durch Decken und Wände. Man könnte sich die Herstellung von feuerbeständigen Wänden und Decken sparen, wenn durch diese elektrische Leitungen, Lüftungskanäle oder Rohre hindurchgeführt würden, wenn diese nach Fertigstellung der Installation nicht wieder entsprechend verschlossen würden.&lt;br /&gt;
Gemäß der [[Musterbauordnung]] ([[MBO]]) dürfen Leitungen durch feuerbeständige Wände und Brandwände nur hindurchgeführt werden, wenn eine Übertragung von Rauch und Wärme nicht zu befürchten ist. Der noch zu verbleibende Querschnitt ist demnach so zu verschließen, dass die [[Feuerwiderstandsdauer]] der Decke oder Wand nicht geschwächt wird. Hier bieten sich zwei Möglichkeit:&lt;br /&gt;
* Das führen der Leitungen innerhalb von feuerbeständigen Installationsschächten und Kanälen &lt;br /&gt;
* Herstellung von Schottungen mittels [[Brandschotts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schulungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.din-14675.de/din14675_mlar.htm MLAR Seminar]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>194.25.82.244</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.brandschutz-wiki.de/index.php?title=MLAR</id>
		<title>MLAR</title>
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				<updated>2017-10-21T13:40:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;194.25.82.244: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Begrifflichkeiten==&lt;br /&gt;
Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR) oder auch Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Leitungsanlagen genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leitungsanlagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...sind Anlagen aus Leitungen, insbesondere aus elektr. Leitungen oder Rohrleitungen, sowie aus den zugehörigen Armaturen, Hausanschlusseinrichtungen, Messeinrichtungen, Steuer-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen, Netzgeräten, Verteilern und Dämmstoffen für die Leitungen. Zu den Leitungen gehören deren Befestigungen und Beschichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abstützung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den üblichen Verlegearten mit geprüften Tragesystemen zählen&lt;br /&gt;
* Kabelleitern&lt;br /&gt;
* Kabelrinnen&lt;br /&gt;
* Einzelschellen&lt;br /&gt;
* Sammelschellen&lt;br /&gt;
* Weitspannkabelbahnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wirksame Abstützung muss bei der vertikalen Verlegung alle 3,5 m vorgenommen werden, da die [[E30]] bzw. [[E90]] Kabel bei Brandeinwirkung ihre mechanische Festigkeit verlieren und durch die Schellen rutschen. Das gesamte Gewicht des Kabels hängt damit am obersten Aufleger des Steigepunktes und durch die hohe punktförmige Belastung kann es zu Kurzschlüssen oder Unterbrechungen kommen.&lt;br /&gt;
In geräumigen Installationsschächten, lässt sich die Abstützung durch eine mäanderförmige Verlegung oder in Geschossübergängen durch Brandschottung realisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erleichterung der LAR für Alarmierungs- und Brandmeldeleitungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ringbusleitungen=== &lt;br /&gt;
Ringbusleitungen stellen hier die sicherere Alternative dar. Die Störfestigkeit durch die Entwicklung von Ringbusleitungen konnte erheblich verbessert werden. Sollte die Ringbusleitung an irgendeiner Stelle kurzgeschlossen oder unterbrochen werden, erfolgt eine automatische Abschaltung des Leitungsabschnittes. Die noch funktionierenden Bereiche arbeiten dann ohne weitere Einschränkungen im Stich weiter. &lt;br /&gt;
Trennelemente müssen an jedem Busteilnehmer angeordnet werden wenn bei baurechtlich geforderten Anlagen auf den Funktionserhalt verzichtet wird. Bei den „freiwillig“ installierten Anlagen nach [[VDE 0833-2]] müssen die Trennelemente so platziert werden, dass bei Unterbrechung oder Kurzschluss die maximal zulässigen 10 [[Handfeuermelder]] oder 32 automatischen ausfallen können. Die Trennelemente sind immer an den Brandabschnittsübergängen zu platzieren, da ein Meldebereich diese nicht überschreiten darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Größe von Brandabschnitten und Gestaltung „virtueller“ Brandabschnitte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als  Brandabschnitt wird der Teil eines Gebäudes bezeichnet, der gegenüber anderen Gebäudeteilen oder anderen Gebäuden durch Brandschutzkonstruktionen wie z.B. &lt;br /&gt;
* Brandwände mit Brandschutztüren &lt;br /&gt;
* oder feuerbeständige Geschossdecken (ggf. mit feuerbeständig geschützten Öffnungen)&lt;br /&gt;
begrenzt ist, um eine Brandübertragung für eine definierte Zeit sicher zu verhindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein „virtueller“ Brandabschnitt muss für Überwachungs- und Alarmierungsflächen geschaffen werden, welche die max. zulässige Grundfläche von 1.600 m2 überschreiten. Hier handelt es sich dann meist um Hallen, welche in Teilbereiche der maximal zulässigen Größe aufgeteilt werden. Weitere gängige Begriffe für den „virtuellen“ Brandabschnitt, sind „Elektrobrandabschnitt“ oder „Versorgungsabschnitt“.&lt;br /&gt;
Die Leitungen der [[Sprachalarmzentrale]] bzw. der [[Brandmelderzentrale]], werden bis in den virtuellen Brandabschnitt in E30 verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Energieversorgung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Energieversorgung nicht unbedingt über Brandmelderzentrale zu erfolgen hat, kann es sinnvoll sein mehrere akkugepufferte Energieversorgungen zu installieren. Die Überbrückungszeit von 4, 30 oder 72 Stunden ist analog zur dazugehörigen [[BMZ]] zu beachten. Auf die Verlegung der Leitungen in Funktionserhalt kann verzichtet werden, wenn sich die Warntongeber und Energieversorgungen im gleichen Brandabschnitt befinden. Diese abgesetzten Energieversorgungen, müssen dann brandschutztechnisch in [[F30]] eingehaust werden, wenn mehrere Brandabschnitte oder Geschosse versorgt werden. Die brandabschnittsübergreifende Leitungsverlegung hat in [[E30]] zu erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multifunktionaler Primärbus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine deutliche Reduzierung des Verkabelungsaufwandes wird durch die seit einigen Jahren angebotenen Alarmierungseinrichtungen erzielt, welche einen multifunktionalen Primärbus beinhalten. Dieser bietet neben den Verkabelungsvorteilen noch die Möglichkeit, zusätzliche Warntongeber auch nachträglich, ohne großen Aufwand, zu installieren. Mit der konsequenten, brandschutztechnisch getrennten Verlegung der Hin- und Rückleitung, wird der Forderung des Funktionserhaltes Rechnung getragen. Sollte es zu einem Kurzschluss oder einer Unterbrechung kommen, so müssen alle Alarmgeber im Stich weiter betrieben werden. Die Anzahl der anzuschließenden Geräte und die Länge der Busleitung schränken sich durch die übertragene, elektrische Leistung deutlich ein. Diese ist deutlich größer als bei reinen Meldeleitungen. Angaben über die maximal zu betreibenden Geräte und die Leitungslänge erhält man vom jeweiligen Hersteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Raumersatzlösungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachalarm- und Brandmelderzentralen, werden im Sinne der (M)LAR als „Verteiler“ gesehen und unterliegen auch der Forderung des Funktionserhaltes. Brandmelderzentralen, deren „einzige“ Aufgabe das Erkennen und Melden eines Brandes ist können auch ungeschützt aufgestellt werden sofern diese in einem eigenen, überwachten Raum platziert werden. Hier geht man davon aus, dass eine Erkennung und Meldung vor der Zerstörung der Anlage kommt. &lt;br /&gt;
Brandmelderzentralen mit Steuer und/oder Alarmierungsaufgaben und Sprachalarmzentralen müssen für 30 min. geschützt werden.&lt;br /&gt;
Bei der zu verwendenden Einhausung ist darauf zu achten, dass neben dem Schutzziel auch die Forderrungen (beispielsweise vom Hersteller vorgegebene Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchte, etc.)  der jeweiligen Hersteller Rechnung getragen wird.&lt;br /&gt;
Eine Alternative zur Einhausung besteht in dem „Bau“ eines eigenen Raumes für die Zentralenaufstellung. Dieser muss den Forderungen des Funktionserhaltes entsprechen. Sollte dieser Raum nicht unmittelbar im Brandfall für die Feuerwehr zugänglich sein, so sind die Feuerwehr-Peripherie Geräte für die Erstinformation (FBF und FAT) sowie die Feuerwehr-Laufkarten separat am Hauptzugang für die Feuerwehr zu installieren.&lt;br /&gt;
Der für diesen Zweck errichtete bzw. zur Verfügung gestellte Raum darf nicht für andere Zwecke genutzt werden. Die Frage ob neben der BMZ auch die SAZ oder Anlagen wie z.B. Videoüberwachung oder EMA-Zentralen installiert werden dürfen, müssen im Einzelfall geprüft werden. &lt;br /&gt;
Einer gemeinsamen Nutzung kann in den meisten Fällen zugestimmt werden, da die Gefahr die von den einzelnen Zentralen ausgeht als eher gering betrachtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verhinderung der Brandübertragung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiteres Hauptaugenmerk der (M)LAR ist die Übertragung von Rauch und Wärme durch Decken und Wände. Man könnte sich die Herstellung von feuerbeständigen Wänden und Decken sparen, wenn durch diese elektrische Leitungen, Lüftungskanäle oder Rohre hindurchgeführt würden, wenn diese nach Fertigstellung der Installation nicht wieder entsprechend verschlossen würden.&lt;br /&gt;
Gemäß der [[Musterbauordnung]] ([[MBO]]) dürfen Leitungen durch feuerbeständige Wände und Brandwände nur hindurchgeführt werden, wenn eine Übertragung von Rauch und Wärme nicht zu befürchten ist. Der noch zu verbleibende Querschnitt ist demnach so zu verschließen, dass die [[Feuerwiderstandsdauer]] der Decke oder Wand nicht geschwächt wird. Hier bieten sich zwei Möglichkeit:&lt;br /&gt;
* Das führen der Leitungen innerhalb von feuerbeständigen Installationsschächten und Kanälen &lt;br /&gt;
* Herstellung von Schottungen mittels [[Brandschotts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schulungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.din-14675.de/din14675_mlar.htm MLAR Seminar]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>194.25.82.244</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.brandschutz-wiki.de/index.php?title=Ansaugrauchmelder</id>
		<title>Ansaugrauchmelder</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.brandschutz-wiki.de/index.php?title=Ansaugrauchmelder"/>
				<updated>2017-10-21T13:25:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;194.25.82.244: ausgebaut&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Ansaugrauchmelder=&lt;br /&gt;
[[Datei:Ansaugrauchmelder.png|left|thumb|200px|Grafik: Honeywell Fire and Security]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ansaugrauchmelder (Abkürzung: [[ARM]], vor 2009 auch [[Rauchansaugsystem]] bzw. [[RAS]]) ist Teil eines [[Brandmeldesystem]]s und besteht mindestens aus einer Auswerteeinheit mit einem oder zwei Detektoren für die Brandkenngröße Rauch, dem Ansaugrohr und den Ansaugöffnungen. Zusätzlich kann noch, für den jeweiligen [[Ansaugrauchmelder]] zugelassenes, Zubehör (Filter, Kondensatabscheider, Rohrreinigungssysteme etc.) eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Funktion des Gesamtsystems=&lt;br /&gt;
Ein Ventilator oder eine Vakuumpumpe saugt permanent über Ansaugrohre Luftproben aus dem Überwachungsbereich zur Auswerteeinheit. Ein Detektor prüft die Luftproben auf darin enthaltene Mengen von Rauch. Übersteigt die gemessene [[Rauchkonzentration]] einen festgelegten Wert so löst das System Brandalarm aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Aufbau Ansaugrauchmelder=&lt;br /&gt;
Moderne Ansaugrauchmelder sind modular aufgebaut. Sie enthalten den Ansauglüfter bzw. –pumpe, eine Hauptplatine, die Luftstromsensorik sowie Detektoren zur Erkennung von Rauch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit Juli 2009 werden Ansaugrauchmeldesysteme nach der europäischen Norm EN 54-20 geprüft. Die EN 54-20 ist eine Produktnorm zur Prüfung von Ansaugrauchmeldern, sie enthält aber auch Definitionen zur Planung (Klassifizierung A, B, C) und die Festlegung der Prüfnorm für die Rohrsysteme DIN 61386-1; Klasse 1131.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Aufbau Detektor(en)=&lt;br /&gt;
Je nach Hersteller werden entweder unterschiedlich sensible Detektoren eingesetzt oder mittels Software bzw. Schaltern die Empfindlichkeit anwendungsbezogen eingestellt.. Bei den meisten Detektoren wird  mit Hilfe einer LED oder einem Laser als Lichtquelle  ein optischer Streulichtmelder realisiert. Mehrere Auswertestufen und eine Frühwarnung durch einstellbare Voralarm-Schwellen erhöhen die Detektionssicherheit und ermöglichen gestufte Alarmkonzepte für die jeweilige Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Ansaugrohr/Zubehör=&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Als Ansaugrohr-Leitungen müssen Rohre mit einer Prüfung nach EN 61386-1, Klasse 1131 (siehe EN54-20) verwendet werden. Meistens bietet der Hersteller eine Auswahl mit allem Zubehör wie z.B. spezielle Ansaugstellen, Muffen, T-Stücke, Endkappen, Klebstoffe usw. an. Diese Ansaugrohre können mit unterschiedlichen Formen (als gerades I-förmiges Rohr, U-förmig mit zwei Abzweigungen, oder auch M-förmig mit drei Rohrzweigen uvm.) ausgeführt werden, um sie der Geometrie des Überwachungsbereichs optimal anzupassen.&amp;lt;/p&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die Anschlussmöglichkeiten (Anzahl, Rohrdurchmesser/-längen) der Ansaugrohre an den Ansaugmelder sind herstellerbedingt sehr unterschiedlich. Ein besonderer Vorteil von Ansaugrauchmeldern ist hierbei durch den Einsatz von Zubehör die Luft durch Filter zu reinigen oder zu entfeuchten; dieses ermöglicht den Einsatz in schwierigen Umgebungsbedingungen und maximiert die Lebensdauer des Ansaugrauchmelders. Darüber hinaus kann das Rohrsystem selbst durch Druckluft oder aussaugen (bei trockenem Staub) innen gereinigt werden. In Deutschland wird die Projektierung der Ansaugpunkte gemäß den Vorschriften VdS 2095 oder der DIN VDE 0833-2 vorgenommen und die dort in Tabelle 2 definierten Werte für die Überwachungsfläche je Ansaugpunkt genutzt. Ein Ansaugpunkt wird dabei wie ein punktförmiger Rauchmelder behandelt. Ein Ansaugrauchmelder mit einem [[Detektor]] oder mit einer gemeinsamen [[Luftführung]] mehrerer Detektorkammern kann bis zu 1.600m² überwachen.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die Projektierungen des Gesamtsystems (Ansaugrauchmelder, Zubehör und Ansaugrohr) werden gemäß den in der EN54-20 definierten Sensibilitätsklassen A (sehr hohe Empfindlichkeit), B (erhöhte Empfindlichkeit) und C (normale Empfindlichkeit) individuell auf die Anforderungen des Projektes angepasst.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Anwendungen=&lt;br /&gt;
Ansaugrauchmelder haben einen festen Platz in der [[Überwachung]] vieler Bereiche gefunden. Diese reichen von Tiefkühllagern bis hin zur Saunaüberwachung und von Reinsträumen für die Chipproduktion/Laboren bis hin zur staubigen Recyclinganlage mit hoher Luftfeuchtigkeit. Felix Heck&lt;br /&gt;
Weitere Applikationen für Ansaugrauchmelder: Rechenzentren / Serverräume (EDV-Raum- und Objektüberwachung), große offene Hallen (Messe, Bahnhöfe, Bahn- und Flugzeugwartungshallen uvm.) Flughäfen, Elektroschränke, Hochregallager, , Zwischen- und Hohlböden, Krankenhäusern, Aufzugs-/Kabelschächte, Transformatorräume sowie im Kulturgüterschutz und überall dort, wo die Ästhetik (keine sichtbaren Melder) eine große Rolle spielt, z.B. in Museen, Kirchen, Schlössern, usw. &lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;''Autor: Felix Heck, Business Development Manager FAAST, Honeywell''&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
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